Missbrauchen Entwickler Early Access?

Zum 80. Geburtstag von Donald Duck, hat eben dieser beschlossen ebenfalls als Charakter in Disney Infinity aufzutauchen. Zu ihm gesellt sich Hulk.

Derzeit hagelt es für die Entwickler des MMORPGs Ark: Survival Evolved heftige Kritik.

Man hat ein Addon für das Spiel veröffentlicht, das kostenpflichtig ist, „final“ und im Prinzip aus dem MMO ein neues Spiel macht. So weit, so gut wäre da nicht der Umstand, dass sich das eigentliche Spiel noch immer in der Early Access Phase befindet.

Nutzen einige Entwickler Early Access also zu sehr aus? Dass man ein Spiel in einem noch unfertigen Zustand veröffentlicht, um die Spieler noch an der weiteren Entwicklung zu beteiligen, ist ja grundsätzlich ok. Doch irgendwann sollte ein Spiel die Early Access Phase auch mal verlassen. Man kann nicht Jahre lang angeben, dass man noch immer das Spiel entwickelt, dafür aber trotzdem den Vollpreis verlangt und Addons herausbringt, die als „final“ bezeichnet werden und ebenfalls kostenpflichtig sind. Das führt das gesamte System ad absurdum. Entweder man veröffentlicht ein Spiel irgendwann schweren Herzens, auch, wenn es noch nicht komplett fertig ist und arbeitet eben nach Release noch weiter oder man stellt ein Spiel deutlich später in Early Access ein.

Dasselbe gilt auch für andere Spiele wie beispielsweise Shroud of the Avatar. Es wird als Vollpreisspiel verkauft, befindet sich aber noch in einem komplett unfertigen Zustand. Und der Release wird immer weiter hinaus gezögert. Valve sollte hier generell dringend eingreifen und härtere Regeln für Early Access festlegen. Zum einen, dass ein Spiel schon einen gewissen Zustand erreicht haben muss, bevor man es überhaupt in einer Early Access veröffentlichen darf und man sollte die Phase deutlich begrenzen – auf höchstens ein Jahr. Anschließend muss das Spiel veröffentlicht werden. Ansonsten ist Early Access für Entwickler immer ein Vorwand zu sagen, dass ein Spiel eben noch nicht fertig ist.