The Witcher 3 setzt einen neuen Standard – zukünftige Spiele haben es schwer

The Witcher 3: Wild Hunt
The Witcher 3: Wild Hunt

Nach mehreren Stunden Spielzeit in der Welt von Hexer Geralt ist uns eines aufgefallen – wir können nur noch schwer zurück. Zurück zu anderen Spielen und in andere virtuelle Welten, weil uns diese nun wie Kulissen vorkommen, in denen Puppen agieren und schlecht geschriebene Soaps aufführen. Das mag unfair klingen und ist auch ein wenig übertrieben – dennoch verdeutlicht es eines: The Witcher 3 erschafft eine so glaubwürdige Spielwelt voller interessanter Aufgaben, dass kommende Spiele ordentlich daran zu knabbern haben werden.

Eine lebendige Welt

Es existieren eigentlich keine der bekannten Hol-und-Bring-Quests. Zumindest nicht so, wie man dies erwarten würde. Eine Quest, in der man beispielsweise einer alten Frau eine gestohlene Bratpfanne zurückbringen muss, erscheint zunächst wie eine dieser Hol-und-Bring-Quests, doch daraus entwickelt sich etwas anderes. Allein die Beschreibungen und die Erkundungen sowie das, was man findet, während man nach der Pfanne sucht, erschafft eine kleine, interessante Geschichte und damit eine glaubwürdige Spielwelt.

Kommende Spiele werden es schwer haben, uns dermaßen zu begeistern. Denn ein kleiner Zwischenausflug zu Dragon Age: Inquisition hat uns gezeigt, dass Welten zwischen diesen Spielen liegen – und das, obwohl uns Dragon Age 3 ebenfalls bei Release begeistert hat. Die Welt von Inquisition wirkt im Vergleich zu der aus The Witcher 3 statisch, leer und die Geschichten mehr aufgesetzt. In The Witcher 3 wirkt alles natürlich, als ob man wirklich Teil einer lebendigen Welt ist. Selbstverständlich ist The Witcher 3 nicht perfekt aber doch perfekter als so manch anderes, bisher erschienen Spiel. Zukünftige Games werden es daher schwer haben, diese Niveau zu erreichen, denn die Messlatte wurde ein sehr gutes Stück nach oben gesetzt.

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