Call of Duty: Modern Warfare – Was wir über das Soft Reboot wissen

Lange wurde spekuliert und geraten, nun herrscht endlich Gewissheit über den nächsten Ableger im langlebigem Call of Duty-Franchise. Es handelt sich dabei um einen Eintrag in die beliebte Modern Warfare-Reihe, allerdings nicht um eine Fortsetzung. Aus dem Verzicht einer Nummerierung geht schon hervor, es handelt sich hierbei um ein Soft Reboot. Bevor wir darauf eingehen, was das genau für das kommende Spiel bedeutet, hier noch einmal der Reveal Trailer:

Call of Duty wird modern?

Ob man nun ein Fan der bisherigen Spiele ist oder nicht, kann man eines nicht bestreiten – in einigen Aspekten hinkt Call of Duty direkten Konkurrenten hinterher. Insbesondere in audiovisuellen Aspekten hat beispielsweise Rivale Battlefield die Nase vorn. Womöglich ändert sich dieser Umstand jedoch schon sehr bald.

Infinity Ward hat die inzwischen veraltete Engine auf neuestem Stand gebracht. Deutlich wird das an haarscharfen Texturen, glatteren Animationen und insbesondere dem Licht- und Schattenspiel. Nach eigenen Aussagen werden Missionen in Dunkelheit einen deutlich höheren Fokus einnehmen, was visuell unterstützt werden soll. 4K-Auflösung und High Dynamic Range sind natürlich mit an Bord und wer zwischen den Zeilen liest, wird erkennen dass der Support für DXR auch die Tür offen lässt für Raytracing. Ein voller Support für Dolby Atmos wird auch die Ohren mit Qualitätssound verwöhnen.

Ein weiterer interessanter Umstand ist der erhöhte Einsatz von Photogrammetrie – ein Prozess bei dem reale Objekte durch eine Vielzahl an Sensoren akkurat digital nachgebildet werden und so in das Spiel eingefügt werden können. Das nächste Call of Duty fährt also einiges an Grafikgeschützen auf.

Soft Reboot – alte Charaktere, neue Handlung

Wer aufgepasst hat, wird im Trailer schon Fanfavoriten Captain Price gesehen haben. Auch andere bekannte Charaktere sind bereits bestätigt, die Handlung wird aber wieder zurückgesetzt. Infinity Ward will sich hierbei realistischeren Szenarien annähern, statt drittem Weltkrieg und Atomraketen sollen eher Einsätze von Special Forces wie sie in der Realität stattfinden im Fokus stehen. Das Reboot wird also auch wieder eine vollständige Singleplayer-Kampagne erhalten, die verspricht düster zu werden und den Horror des Krieges vermitteln soll. Erhalten wir diesmal ein Call of Duty mit moralischen Zwickmühlen, einer tiefgreifenden Thematik und erwachsenen Auseinandersetzung mit Gewalt und dessen Folgen?

Multiplayer

So gut (oder schlecht) der Singleplayer auch ausfallen mag, letztendlich steht und fällt ein CoD mit seinem Multiplayer-Modus. Auch wenn hier weniger Information vorliegen, ein paar auffällige Stichwörter sind bereits gefallen. Unter anderem soll Cross-Play nun anscheinend mehr zur Norm werden, ob sich das versprochene Spielen zwischen PC und Konsolen bewahrheitet (und in welcher Form), bleibt abzuwarten. Außerdem soll Waffen-Customizing eine große Rolle einnehmen, mehr als es in den letzten Jahren der Fall war.

Call of Duty: Modern Warfare bricht sicherlich einige Konventionen des Franchises. Es bleibt eine spannende Frage, wie sich Activision und Infinity Ward hier letztlich positionieren werden. Der Titel wird am 25.10.2019 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen.

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