Review: Rage 2

Im Endzeit-Ödland von Rage 2 geht es heiß her. Wir schauen uns die PC-Version von Bethesdas aktuellem Open-World-Action-Kracher an.

Wer Mad Max mag, der sollte sich Rage 2 ansehen: Wüste, abgedrehte Fahrzeuge, irre Banden und Mutanten versprechen jede Menge Action. Eigentliches Highlight sind aber die modifizierbaren Waffen, welche die Shooter-Action über den Standard heben.

Intensive Schlachten und ein etwas ödes Ödland

Die Story beginnt mitten in einer Schlacht. Der fiese General Cross und die Obrigkeit starten eine Invasion. Mitten in Explosionen entscheidet ihr euch, ob ihr einen männlichen oder einen weiblichen Soldaten spielt. Schon ballert ihr los. Der Einstieg ist intensiv, schnell, hart und brutal und bestimmt damit den Ton für das Spiel. Markige Sprüche lockern das Geschehen auf. Habt ihr diese erste Mission überstanden, dann zeigt sich Rage 2 von einer neuen Seite. Ihr erhaltet einen Buggy und macht euch auf, das Ödland zu erkunden. Dort warten neue Missionen auf euch, welche die Story vorantreiben. Und jede Mission lässt es erneut krachen.

Die Fahrten durch die riesige offene Welt sind ein zweischneidiges Schwert. So intensiv und dicht die Story-Missionen sind, so sehr herrscht während der Reisen zwischen den Orten oft Leerlauf. Zwar seht ihr ab und zu Banden, die sich bekämpfen oder findet eine Station, die ihr befreien müsst, die Abwechslung bei diesen Nebenaufgaben lässt mit der Zeit allerdings zu wünschen übrig.

Brutale Monster und brutale Schlachten

Umso cooler ist es dann, wieder eine der Story-Missionen erleben zu können. Während dieser trefft ihr auf interessante Charaktere und erlebt ein spannendes, actiongeladenes Abenteuer. Während hier die Intensität der Action und die Kämpfe gegen die coolen Gegner schon Belohnung genug gewesen wären, lässt euch Rage 2 mit der Zeit euren Helden und dessen Waffen verbessern. Und dies hat es in sich. Mit den Waffen zerbröselt, zerkleinert und pulverisiert ihr eure Gegner, was immer wieder in Momentan endet, bei denen ihr mit offenem Mund vor dem Monitor sitzt.

Grafisch kann Rage 2 voll überzeugen. Selbst das Ödland wirkt an vielen Stellen detailreich, besonders spektakulär ist aber das Design der Gegner. Die deutsche Sprachausgabe braucht sich dank professioneller Sprecher nicht hinter der englischen zu verstecken und der Soundtrack sowie die Soundeffekte tragen einen großen Teil zur coolen und abgedrehten Atmosphäre bei.

Fazit: Rage 2 ist ein intensiver Open-World-Shooter mit einer einzigartigen Atmosphäre. Man kehrt gerne in das Ödland zurück, um die Storymissionen zu erledigen. Den Fahrten durch die offene Welt jedoch fehlt es an Abwechslung. Wenn es die Entwickler für einen potenziellen dritten Teil schaffen, die offene Welt noch dichter und spannender zu gestalten, dann könnte es die Serie auf den Thron der Open-World-Shooter schaffen.

Wertung: 8/10

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