Urban Empire: House of Cards Politik-Simulator im Review-Test

Urban Empire
Urban Empire

Mehrere Wochen habe ich mich mit dem Spiel vertraut gemacht. Und hier mein Urban Empire: House of Cards Politik-Simulator im Review-Test

Ein schwerer Einstieg ohne Tutorial

Definitiv ja! Ich spiele ja ungerne Tutorials, sondern entdecke gerne alles für mich selber. Bei Urban Empire war das durchaus ein Hindernis, denn man verpasst, gerade am Anfang, ganz leicht den richtigen Moment. Den richtigen Moment wofür? Um seine Entscheidungen umzusetzen und zu planen.

Leider, wenn man den Dreh einmal raushat, dann spielt sich das Spiel fast von alleine. Ich hatte bereits 1880 meine Stadt vollgebaut und ein monatliches Einkommen von über 1 Mio Talers, mit 50k+ Einwohnern. Die größte Herausforderung war, trotz vollständigem Ausbau, kaum Arbeitslosigkeit, niedrige Steuern, Verordnungen und volle Finanzierungspläne, von den Parteien nicht abgewählt zu werden.

Dies führte dazu, das ich dann wirklich nur noch wartete und ab und an intervenierend eingeschritten bin, als wirklich aktiv etwas zu spielen. Trotzdem macht es ein wenig Spaß, nicht so viel wie ich mir gewünscht hätte, aber das kann ja auch subjektiv sein.

Grafik von Urban Empire

Also die Grafik ist okay, jetzt nichts was einem so komplett den Schlüpfer auszieht, aber auch nichts wo man im Strahl in den Bildschirm erbricht. Halt solides Mittelmaß, was auch vollkommen in Ordnung ist, denn das Spiel ist ja auch ein Simulationsspiel und kein grafisches Action-Adventure.

Was mir dann doch sehr gut gefallen hat war die detailtreue die teilweise vorhanden war. Gerade bei den Wassereffekten und den Animationen der Stadtbewohner waren hin und wieder schön anzusehen.

Das Urban Empire-Gameplay

Urban Empire hat mir Spaß gemacht. Wenn man den einen oder anderen Frustmoment verkraftet, dann trifft man mit Urban Empire eine gute Wahl. Wenn man hingegen keine Zeit mitgebracht hat und das Spiel in Zeitvorlauf spielt, dann hat man hingegen schon mehr zu tun.

Nicht nur verpasst man dadurch wichtige Momente zum Eingreifen und kann intuitiver auf die Notstände reagieren, sondern man verpasst auch den Zeitpunkt Steuern anzupassen. Das kann einen schon ein paar Versuche in den finanziellen Ruin treiben. Ansonsten gibt es nicht viel Negatives zum Gameplay zu sagen.

Ansonsten habe ich mir vom Politik-System ein wenig mehr erhofft gehabt. So wirklich mit intrigieren und nicht nur ausspionieren und erpressen. Man kann zwar permanent abgewählt werden, wenn man aber ausreichend Punkte hat, dann kann man sich die Stimmen erkaufen.

Wie sieht es mit dem Langzeitspielspaß aus?

Ich kann durchaus einen Langzeitspielspaß erkennen, wenn einige Probleme behoben wurden. Andere Spielkarten bieten auch eben nur das, eine andere Karte. Diese hat absolut keinen Einfluss auf das Spielgeschehen, da man seine Gebiete sowieso einteilt. Hier sehe ich aber noch Potential für Positionsspezialisierungen wie Tourismus oder so.

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