Overwatch – Was der Pay2Play-Kurs verrät

Nun steht es also fest, Overwatch wird nicht als Free-to-Play-Spiel, sondern als Vollpreistitel an den Start gehen. Die Bestätigung erfolgte am Wochenende während Blizzards eigener Messe, der Blizzcon. Doch ist diese Entscheidung wirklich schlau, angesichts von mäßigem Interesse und extrem starker – und günstigerer – Konkurrenz?

40 Euro wird die Standardversion des teambasierten Online-Shooters Overwatch kosten. Die Origin Edition mit zusätzlichen Skins und Cross-Promo-Items für andere Blizzard-Spiele kostet sogar 60 Euro.

Am vergangenen Wochenende gab Blizzard das Preismodell für Overwatch bekannt und ließ auch gleich eine Begründung durchblicken: Overwatch baut darauf auf, dass jeder Spieler jederzeit zwischen allen Helden wechseln kann.

Sind einige dieser Helden kostenpflichtig, funktioniert das System nicht mehr. So erklärt es zumindest Principle Designer Scott Mercer gegenüber Kotaku.com. Die Logik scheint einleuchtend – aber nur, solange man Helden als einzige Free-to-Play-Monetarisierungsoption betrachtet.

Damit bleibt Blizzard eigentlich nur die eSport-Route offen. Nur wenn das Unternehmen es schafft, eine kompetitive Umgebung um Overwatch herum zu schaffen, wie es Valve beispielsweise mit Counter-Strike: Global Offensive gelungen ist, kann Overwatch Bestand haben – andernfalls muss Blizzard mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit weitere Wege finden, um Spieler, die bereits gezahlt haben, zu monetarisieren – beispielsweise über Skins für Helden.

Doch dafür müsste sich Overwatch erst einmal an Team Fortress 2, das kostenlos spielbar ist, UND Counter-Strike: Global Offensive, das unter 20 Euro kostet, vorbei mogeln. Ob Blizzard mit seinem ersten Ego-Shooter erfolgreich sein wird oder eine Bauchlandung hinlegt, wird sich im kommenden Jahr zeigen.

Der Release ist für Frühjahr 2016 angesetzt. Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite des Spiels.

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