Astroneer Review – Das bessere No Mans Sky?

Astroneer Artwork
Astroneer Artwork

Mitte letzten Jahres ging eine Welle der Enttäuschung durch die Reihen der Gamer. Grund dafür: No Mans Sky. Das Spiel hatte performancetechnisch allenfalls ein Ausreichend vorzuweisen und von den vielen versprochenen Funktionen funktionierte nur das aller wenigste und selbst das ruckelte. Aber genug von Enttäuschungen, lasst uns lieber über Astroneer reden.

Astroneer ist der gedankliche kleine Bruder von No Mans Sky und legt von Anfang an dem Spieler nicht annähernd so viele Steine in den Weg. Ich finde persönliche das Gameplay wirkt einfach nicht so gestreckt. Man kann von Anfang an alle Ressourcen abbauen, terraformen und den Planeten erkunden. Funktionen, die der große Bruder zwar auch hat, aber so gibt es zB nicht alle Ressourcen auf einem Planeten bzw können diese nicht wirklich erhandelt werden.

Ein großer Pluspunkt bei der Erkundung sind die sogenannten “Verbindungen”, nennen wir sie der Einfachheit halber Pylonen, da ich glaube die Übersetzungen im Spiel sind noch nicht optimal. Diese Ermöglichen nämlich die Versorgung unseres kleinen Austronauten mit Sauerstoff und Energie durch unser Schiff/ unsere Basis, sofern wir dort unser Solarmodul installiert haben. Das ist gerade praktisch wenn wir uns um die Erforschung einer Höhle kümmern, wo wir zB Alien-Knubbel finden.

Die sind ganz wichtig, denn auf unserer Forschungsplattform können wir daraus entweder neue Baupläne für unsere Plattformen entwickeln oder wir erhalten wertvolle Materialen, die wir auf der Handelsplattform gegen das eintauschen können, was wir gerade benötigen.

Wo wir gerade über Materialen sprechen. Ich habe selten ein so intuitives Inventarsystem gesehen. Kein kompliziertes hin und her schieben von Materialien sondern ein einfaches Stacksystem. Wenn das Inventar voll ist, droppt der überflüssige Stack einfach auf den Boden und man kann ihn zB auf sein Fahrzeug oder seinen Anhänger zum Weitertransport legen.

Das Inventar verfügt über 8 Steckplätze und zwei Modulplätze. Hier kommen die Pylonen wieder ins Spiel. Häng ich an einer Strippe die zur Basis führt, brauch ich keine Sauerstoff Filter oder Module, die mich mit Energie versorgen. So kann man die zwei Modulplätze auf Kosten der Mobilität, da ich ich mich ja nicht mehr so weit bzw nicht mehr so lange von den Pylonen entfernen darf, gewinnen. Gerade bei größeren Ressourcen-Sammel-Fahrten ist das echt von Vorteil.

Das Spiel verfügt im Gegensatz zu No Mans Sky über einen Online Co-Op-Modus. Mit bis zu 4 Astronauten kann man sich auf dem Planeten breit machen, wobei man hier auch noch den Status des Spiel beachten muss.

Es ist noch eine sehr frühe Version und so funktioniert der 2 Spieler Coop einwandfrei, bei 4 Spielern gibt es aber doch noch einiges an Performance Problemen. Beim großen Bruder war es eher wie ein Jackpot im Online Casino das man überhaupt jemanden trifft und falls die Koordinaten tatsächlich mal übereinstimmten, so konnte man sich gegenseitig nicht sehen.

Story technisch ist das Spiel auf Grund seines frühes Stadiums noch nicht weit entwickelt. Aber ich denke das bei einem so guten Gameplay Design die Erwartungen an die Story nicht allzu niedrig sein können. System Era Softworks hat bislang alles richtig gemacht in meinen Augen und ich bin gespannt was dieses Spiel noch in der Zukunft alles mit sich bringen wird.

Den Early Access Titel gibt es auf Steam für 20€. Wenn ihr also procedual generated Planeten zum erkunden, bebauen und erforschen mögt, kann ich euch und bis zu 3 eurer Freunde nur Astroneer empfehlen.

 

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