E3 2019 – Xbox lässt es krachen

Am gestrigen Sonntagabend durften Interessenten weltweit live in den Stream der Microsoft-Pressekonferenz schalten um endlich neue Infos zu kommenden Titeln und Hardware zu erhalten. Und Microsoft liefert definitiv ab. Die Show stand vollständig unter dem Motto den Spielern ihre Lieblingsgames zu bringen, egal wo und egal wann. In der folgenden Zusammenfassung gehen wir dabei nicht in der chronologischen Reihenfolge der Veranstaltung vor, sondern eher in einer kategorischen Richtung.

Services und Abos

Mit dem Xbox Game Pass bietet Microsoft bereits eine große Bibliothek an Spielen für einen Abopreis an. Dieser Service wurde nun weiter ausgebaut. Nicht nur findet das Angebot seinen Weg zum PC, mit Metro: Exodus und Borderlands: The Handsome Collection kommen zwei starke Titel in die Bibliothek. Außerdem startet die Halo Master Chief Collection nun auch auf dem PC, zunächst mit Halo: Reach. Das gesamte Angebot wird in einem ultimativen Paket vereint, dem Xbox Game Pass Ultimate. Für den Preis von 12,99 € pro Monat gibt es den Zugriff auf den Xbox Game Pass für PC und Konsole, sowie Xbox Live Gold. Ein faires Angebot, um die gesamte Kollektion zu einer Person zu bringen. Mit allen First-Party-Spielen, die dann auch noch direkt zum Release via Game Pass zur Verfügung stehen werden, bahnt sich hier eine Erfahrung der Superlative an.

Die günstige Spielebibliothek war aber noch nicht alles, denn auch Project xCloud wurde stark betont. Wer eine Konsole besitzt, kann diese als eigenen Server zum Streamen der verschiedensten Spiele an ein Endgerät nutzen. Xbox zocken am Handy, Tablet oder anderern Geräten ist damit näher als je zuvor. Wer keine Konsole besitzt, nutzt den Dienst einfach mit einem der Microsoft-Serverkonsolen. Eine Testphase startet noch dieses Jahr.

Die AAA-Giganten

Es war schon eine große Überraschung als Keanu „John Wick“ Reeves plötzlich eine Rolle im Cyberpunk-Universum übernimmt, eine noch größere Überraschung aber als dieser auch die Bühne betritt. Der Schauspieler verkündet einer euphorischen Zuschauerschaft auch das Releasedatum. Cyberpunk 2077 erscheint am 16.04.2020.

Natürlich kommen auch die hauseigenen Titel nicht zu kurz. Gears 5 nahm beispielsweise eine große Rolle, und wird außerdem durch einen interessanten Terminator Character Pack abgerundet. Neben einem, auf Kait fokussiertem Video, wurde auch der neue Spielmodus „Escape“ vorgestellt:

Natürlich wird sich für einen Blick auf Halo Infinite reichlich Zeit gelassen, wird der Mann in grüner Rüstung erst ganz zum Schluss der Veranstaltung gezeigt. Zwar gab es leider wieder kein Gameplay, die Bewegtbilder und die ikonische Musik des Franchises lösen dennoch Gänsehaut aus.

Weitere Third-Party-Titel und Indies

Durch die Abwesenheit Sonys war es Microsoft überlassen andere Third-Party-Titel vorzustellen. Der Konzern nahm diese Aufgabe dankend an und lieferte mit Borderlands 3, The Outer Worlds, Star Wars: Jedi Fallen Order und Elder Ring ab. Letzteres ist das Spiel aus dem Hause From Software, an dem „A Song of Ice and Fire“-Author George R.R. Martin beteiligt ist. Vielversprechende Spiele also, welche teilweise noch dieses Jahr erscheinen.

Wie immer nimmt man sich auch Zeit für die Indie-Titel, die in dem ID@Xbox-Programm zusammengefasst werden. Talentierte Entwickler haben hier die Chance ihre unabhängig entwickelten Produkte vorzustellen und finden auf der Xbox somit eine große Community.

Hardware

Es dürfte keine große Überraschung sein, dass wir neue Infos zur nächsten Konsolengeneration erhalten haben. Im Project Scarlett Reveal Trailer wird entsprechend näher auf die Hardware der Zukunft eingegangen. Eine wichtige Stichwörter fallen hier, darunter die SSD und die deutlichen kürzeren Ladezeiten. Einige der Ansagen übertreffen sogar die kühnsten Vorstellungen des Gerätes. Mit viermal so viel Leistung wie die Xbox One X sollen 8K-Auflösungen und Framerates von bis zu 120 Bildern pro Sekunde erreichbar sein. Solche Performance ist bisher nur starken PCs vorbehalten gewesen. Durch solche Specs und dem immer wachsenden Cross-Play verschmelzen die Grenzen zwischen Spielern auf jeglicher Hardware weiter.

Den besonders ambitionierten Spielern wird mit dem neuen Elite Controller wieder die Möglichkeit geboten, ihr Spiel auf das nächste Level zu heben. Haufenweise Customizing-Optionen, adaptive Thumbsticks, Profile, einstellbare Trigger und viel mehr technische Feinheiten erlauben Zocken auf professionellem Niveau.

Fazit

Schon in dieser groben Zusammenfassung der Konferenz wird schnell klar, Microsoft fährt große Geschütze auf. Es gab noch deutlich mehr zu sehen, darunter Bleeding Edge aus dem Hause Ninja Theory oder Ori and the Will of the Wisps, sodass es schon schwer fällt sich einzelne Highlights auszusuchen. Der einzig vermerkbare Negativpunkt ist die spärliche Ausbeute an tatsächlichem Gameplay. Nichtsdestotrotz hat Microsoft hier die Muskeln spielen lassen und gezeigt, was uns alles erwarten wird in den nächsten Jahres unserer Zockerkarriere – und die Zukunft sieht rosig aus.

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